Ein Jahr im Weinberg: März

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Im März beginnt endlich der Frühling! Die ersten Anzeichen sind nicht zu übersehen: Kraniche und Schmetterlinge fliegen wieder und auch die Pflanzen erwachen aus dem Winterschlaf. Veilchen, Primeln, Schlüsselblumen und Buschwindröschen beginnen zu blühen und in den Weinbergen kann man die Vögel wieder zwitschern hören.

Einige Winzer haben die ersten Märztage genutzt um Ausbesserungen an den Drahtramen und Holzpfählen vorzunehmen oder für letzte Handgriffe rund um den Beschnitt ihrer Rebstöcke.

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Denn im März beginnen die Rebstöcke zu „bluten“. Das bedeutet, dass an den Stellen, die der Winzer beim Schnitt in den letzten Wochen bearbeitet hat, Pflanzensaft austritt. Für den Winzer ist das ein wichtiges Zeichen, dass die Pflanzen nun bald mit der Ausbildung von Blättern und Trauben beginnen.

Ein weiterer wichtiger und aufwendiger Arbeitsschritt, der nur von Hand durchgeführt werden kann, ist das Fixieren des Triebes am Draht der Anlage. Dadurch verteilen sich die Triebe besser und jede Traube erhält nicht nur mehr Wärme und Licht, sondern wird auch besser vor Schädlingen und Fäulnis geschützt. Je nach Anbaugebiet wir dieser Arbeitsschritt Niederziehen, Gerten, Biegen oder Binden genannt.

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Am einfachsten lassen sich die Ruten niederziehen, wenn das Holz feucht und dadurch biegsam ist. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Winzer im März auf Regen hoffen. So besteht nicht die Gefahr, dass eine Rute abbricht, was dazu führen würde, dass der Rebstock in diesem Jahr keinen vernünftigen Ertrag mehr bringt.

Zeitgleich zu den wichtigen Aufgaben im Weinberg gibt es auch in den Kellern der Weingüter viel zu tun. Die jungen Weine, die bis jetzt Zeit hatten, in Ruhe in der Tiefe und Dunkelheit der Weinkeller ihre ganz spezifische Note zu entwickeln, werden nun verkostet und viele von ihnen für die Abfüllung freigegeben.

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Darauf freuen sich viele Weinliebhaber die teilweise schon Vorbestellungen in den Online-Shops ihres Lieblings-Winzers aufgegeben haben.

Und schließlich richten die Winzer ein ganz besonderes Augenmerk auf die Reifung ihrer hochwertigen Weine, die mehr Zeit und Ruhe benötigen als das Basis-Sortiment. Hier muss regelmäßig kontrolliert werden, ob sich die Weine so entwickeln, wie es die Winzer von ihm erwarten.

Damit geht ein abwechslungsreicher Monat zu Ende und die Winzer freuen sich bereits auf den neuen Reifezyklus der im April beginnt, sobald die Knospen aufbrechen und die ersten kleinen, grünen Blätter austreten!