Eingebettet im Maindreieck zwischen den Städten Würzburg, Schweinfurt und Aschaffenburg liegt das Fränkische Weinland. Mit seinen sonnenverwöhnten Weinbergen, den romantischen, oft mittelalterlichen Dörfern und Städten, sowie einer Jahrhunderte alten Weinkultur ist es ein Paradies für Wein-, Kultur- und Genussurlauber.
Zu den schönsten Städten im Fränkischen Weinland gehört für mich die geschichtsträchtige Weinstadt Volkach.
Begleitet mich bei meinem Stadtbummel durch eine lebendige Altstadt, die mit ihren bunten Fachwerkhäusern, besonderen Geschäften und einem abwechslungsreichen gastronomischen Angebot zum Stöbern und Entdecken einlädt.

Vom Bahnhof zum Oberen Markt
Wenn ihr nicht mit der Bahn, sondern mit dem Auto nach Volkach kommt, dann findet ihr rund um die Altstadt viele kostenfreie Parkplätze. Diese befinden sich u.a. am Freibad, am Busbahnhof, an der Weinfest-Allee, oder am Mainufer.
Ich parke am Alten Bahnhof und folge der Bahnhofstraße das kurze Stück hinauf zum Oberen Markt. Hier beginnt mein Stadtbummel von „Tor zu Tor“ durch die Volkacher Altstadt.
Der Obere Markt liegt direkt vor dem südlichen Stadttor. Hier am so genannten „Saumarkt“ ist neben der Kirche Sankt Michael der Weingasthof Rose im denkmalgeschützten Haus Oberer Markt 7, das bereits seit 1698 als „Schenkstatt“, also als Gasthof, geführt wird.
Auf der Sonnenterrasse vor dem Gasthof, mit den Bronzemedaillons und einem Wasserlauf zum sogenannten Volkacher Geschichtsbuch, habe ich einen herrlichen Blick auf das mittelalterliche Obere Stadttor.

Durch das Obere Tor in die Innenstadt
Das Obere Tor gilt als ältestes Element der Stadtbefestigung und ist auch als Sommeracher Tor bekannt. Ich laufe durch das Tor und blicke auf eine bezaubernde Innenstadt mit einer vielfältigen Mischung aus historischen Sehenswürdigkeiten und traditionellen Fachwerkhäusern in denen sich Weinstuben, Restaurants, Cafes und viele kleine individuelle Geschäfte befinden.
So befindet sich in dem reich verzierten barocken Gebäude der ehemaligen fürstbischöflichen Amtskellerei das Antiquitäten & Kunsthandwerk Geschäft der Familie Brändlein. Hier findet ihr u.a. original Möbel aus dem Barock, dem Klassizismus, oder dem Biedermeier.
Fun Fact: Das Palais wurde 1730 ursprünglich als Weinhändler-Palais gebaut und diente erst ab dem neunzehnten Jahrhundert als Königlich Bayrische Posthalterei.



Genießen und entdecken
Ama La Vita - genieße das Leben
In dem liebevoll dekorierten Geschenkeladen bekommt ihr auch hausgemachte Kuchen und herzhaften Kleinigkeiten. Einfach mal reinschauen, stöbern und die Zeit genießen.
Blumenhandwerk Anne Dinkel
Anne Dinkel und ihr Team arbeiten mit der Natur und achten darauf, besonders saisonalen Blumenschmuck anzubieten. Durch ihre Arbeit sind sie Trendsetter, Gedankenleser, Wunscherfüller, Wegbegleiter, Tagverschönerer und Beziehungsretter!
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DIe Bücherblume ist ein wunderschönes Cafe mit ganz vielen Büchern, bzw. ein Buch- und Spielzeugladen in dem ihr in gemütlicher Atmosphäre hausgemachte Kuchen und Kaffeespezialitäten genießen könnt.



Der Marktplatz mit seinen zahlreichen Fotomotiven
Auf dem Weg zum Marktplatz komme ich an der Stadtpfarrkirche Sankt Bartholomäus vorbei, die mit ihrem 54 Meter hohe Kirchturm zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten in Volkach gehört.
Ich betrete das Gotteshaus und werde von einem hellen lichtdurchfluteten gotischen Raum mit einer üppigen Barockausstattung empfangen. Neben verschiedenen Gemälden mit Szenen aus dem alten und neuem Testament schmücken zahlreiche Engels- und Heiligenfiguren die Kirche prächtig aus. Das riesige Deckengemälde zeigt die Verehrung des Allerheiligsten Altarsakraments und wurde 1753 von Johann M. Wolcker geschaffen.
Nach dem verlassen der Kirche werfe ich noch einen Blick in die Kirchgasse. Dort stehen mit dem sogenannten Quitten-Häuschen und der alten Lateinschule zwei wunderschön sanierte Gebäude in Fachwerkausführung.

Der Marktplatz ist der beliebteste Treffpunkt in der Volkacher Altstadt. Rund um den achteckigen Marktbrunnen, vor dem im Stil der Renaissance erbauten Rathaus, befinden sich viele historische Bürgerhäuser in denen Cafes, Restaurants und Weinstuben untergebracht sind. Hier treffen sich Radler, Wanderer, Weinfreunde und Einheimische um das besondere Flair das dieser Ort ausstrahlt zu genießen.
Tipp: Das Rathaus mit seiner auffälligen doppelläufigen Freitreppe ist ein beliebter Instagram-Hotspot. Besonders beliebt ist das Bild mit dem Marktbrunnen im Vordergrund und dem Rathaus im Hintergrund.

Vom Schelfenhaus zum Gänsebrunnen
Ich laufe die Hauptstraße hinunter Richtung Gaibacher Tor und biegen auf Höhe des ehemaligen Fürstbischöflichen Amtshauses, in dem sich das Hotel 4 Jahreszeiten befindet, in die Schelfengasse ab.
Hier befindet sich das Schelfenhaus. Das Stadtpalais, das vom Handelsmann und Ratsherrn Johann Georg Adam Schelf erbaut wurde, ist ein echter Blickfang. Da es sich im städtischen Besitz befindet, kann es lediglich bei einer Stadtführung besichtigt werden.
Bevor ich in die Kreuzgasse zum Museum Barockscheune abbiege, mache ich noch einen kurzen Abstecher zum Gänseplatz. Der Platz entstand nach einem großen Brand im Jahre 1804. Um den Platz mit Gänsebrunnen und Sitzgelegenheiten stehen typische Häckerbürgerhäuser. Häcker ist übrigens fränkisch und steht für Winzer!

Ich laufe zurück zur Kreuzgasse und biegen nach wenigen Metern in die Weinstraße ab. Hier befindet sich das Museum Barockscheune. In der alten Scheune aus dem Jahr 1714 mit dem unverputztem Muschelkalkmauerwerk erfahren die Besucher viel Wissenswertes über die Geschichte, Landschaft und Kultur der Mainschleife. Neben wechselnden Sonderausstellungen wird das Erdgeschoss für Lesungen, Konzerte und andere kulturelle Angebote genutzt.


Zur Wallfahrtskirche Maria im Weingarten
Wieder auf der Hauptstraße laufe ich zum Gaibacher Tor – dem Unteren Tor am nordwestlichen Rand der Altstadt. Dabei komme ich an vielen Weinlokalen und Weinstuben vorbei, in denen ihr neben typisch fränkischen Gerichten die regionalen Weine aus eigenem Anbau in gemütlicher Atmosphäre genießen könnt.
Ich laufe durch das Untere Tor und folge den Resten eines älteren Kreuzwegs aus dem Ort hinaus in Richtung Weinberge. Unmittelbar an diesen älteren Kreuzweg schließt sich ein jüngerer Kreuzweg an und begleitet meinen Aufstieg bis zur Wallfahrtskirche Maria im Weingarten. Die spätgotische Kirche liegt inmitten der Weinberge auf dem Volkacher Kirchberg und beherbergt mit der schwebenden Madonna im Rosenkranz ein bedeutendes Kunstwerk des Bildschnitzers Tilman Riemenschneider.
Bevor ich wieder zurück nach Volkach laufe, um den Tag im Hinterhöfle bei einem leckeren Glas Wein ausklingen zu lassen, genieße ich den herrlichen Panoramablick auf Volkach, die Mainschleife und die Weinberge.

Weinbars und Weinstuben
Weinbar Fahr Away
In der außergewöhnlichen Weinbar treffen sich Einheimische mit Touristen und Jugendliche mit Senioren. Hier fühlt sich einfach jeder wohl!
Hinterhöfle - Wein, Biergarten & mehr…
Ein ganz besonderes „Freisitzfeeling“ unter einer lichtdurchfluteten, begrünten Glasbasilika könnt ihr im weitläufig überdachten und beheizbaren Außenbereich des Wein & Biergartens erleben. Neben Heimatküche und Weine fränkischer Spitzenweingüter werdet ihr hier mit Fair-Trade-Kaffeespezialitäten und Bauernhof-Eis verwöhnt!
Weinstube Torbäck
In der gemütlichen Weinstube und dem idyllischen Innenhof bekommt ihr richtig gutes fränkisches Essen mit frischen Zutaten aus der Region von super freundlichen und aufmerksamen Mitarbeitern serviert. Und in der Vinothek findet ihr eine große Auswahl erlesener Weine vom hauseigenen Weingut.
Romantikhotel Zur Schwane und Weinhaus
Im Romantikhotel trifft Tradition auf Moderne und Heimatküche auf Sterneküche. Neben erstklassigen Weinen vom hauseigenen VDP-Weingut gibt es im Schwane 1404 fränkische Küche und im Weinstock Sterneküche.
Hotel-Restaurant-Weinbar Neuhauser
In der vielfältigen Speisekarte des gemütlichen Hotel-Restaurants findet ihr neben fränkischen Klassikern und Wildgerichten auch kulinarisch-Raffiniertes. Und zum gemütlichen Feierabend-Schoppen isst man hier hausgemachte, knusprig-zarte Pizza-Weinbrote.

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