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Der Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim befindet sich im Norden Bayerns, zwischen Würzburg und Nürnberg. Die Region, auch bekannt als Frankens Mehrregion, ist mit ihrer landschaftlichen, kulturellen und kulinarischen Vielfalt ein echter Geheimtipp.
Eingebettet in die Naturparke Steigerwald und Frankenhöhe verfügt die Region über eine Vielzahl abwechslungsreicher Rad- und Wanderwege, die durch romantische Städte und Dörfer, sowie entlang malerischer Flusstäler, Wälder und Streuobstwiesen führen.
Die Bocksbeutelroute ist eine von 12 spannenden Themenrunden in Frankens Mehrregion und besteht aus zwei miteinander verbundenen Rundtouren. Auf der fast 100 Kilometer langen und sehr abwechslungsreichen Route kommen nicht nur Naturbegeisterte auf ihre Kosten, sondern auch Kultur- und Genussfreunde.

Westliche Variante: Die Bocksbeutelroute im Weinparadies
Die westliche Variante der Bocksbeutelroute führt auf 38 Kilometern rund um das Weinparadies Franken.
In der hügeligen Landschaft aus Weinbergen, Mischwäldern, Streuobstwiesen und Ackerland radelt ihr am Fuße der Steigerwaldausläufer Weigenheimer Kapellberg, Frankenberg, Scheinberg, Bullenheimer Berg und Hüttenheimer Tannenberg durch verträumte Winzerdörfer in denen gemütliche Winzerstuben und saisonal geöffnete Heckenwirtschaften zum Schöppeln und verweilen einladen.
Zu den landschaftlichen Highlights gehört das Landschaftsschutzgebiet bei Weigenheim. Dort könnt ihr viele geschützte und vom Aussterben bedrohte Pflanzen, sowie üppige Wildkräuter und sogar Orchideen entdecken. Die Schafe und Ziegen die hier auf rund 70 Hektar der Streuobstwiesen und dem Trockenrasen der kargen Keuperhänge weiden sind eine echte Attraktion.
Ein richtiges Juwel ist auch das Naturschutzgebiet „Hölzöd“ bei Ippesheim. Die von Weitem schon sichtbaren Pyramidenpappeln säumen dort artenreiche Halbtrockenrasen, die vom Frühsommer bis in den Herbst ein buntes Farbenspiel an Blüten zaubern.
TIPP: Im Frühjahr lohnt ein Ausflug nach Nenzenzeim. Denn hier verwandelt sich zur Obstblüte das große zusammenhängende Streuobstgebiet in ein zauberhaftes Blütenmeer.

Der schönste Streckenabschnitt
Der schönste Streckenabschnitt der Route verläuft von Ippesheim über Seinsheim zum Bullenheimer Berg – mit Zwischenstopp an der Weinparadiesscheune.
Ippesheim liegt eingebettet in eine hügelige Landschaft mit Weinbergen, Streuobst und Ackerland am Fuß von Schloss Frankenberg. Von hier aus geht es auf der Bocksbeutelroute nach Seinsheim. Der Radweg führt vorbei an einigen der 16 Mühlen die auf dem idyllischen Ippesheimer Mühlenweg an der Iff liegen.


Im Winzerörtchen Seinsheim solltet ihr euch unbedingt etwas Zeit nehmen um die typisch fränkischen Weine bei einer Winzervesper oder einer Hausmacher Brotzeit in den gemütlichen Innenhöfen oder Winzerstuben vom Weingut Schilling oder Weingut Kernwein zu probieren.
Anschließend lohnt ein Besuch der sehenswerten Kirche St. Peter und Paul, die von den Überresten einer Gadenanlage umgeben ist. Die Kirchgadenanlage mit Weinkeller, Kellerhälsen und Fachwerkgaden besteht heute noch aus 17 Gadenhäuser.
TIPP: In einem der Gadenhäuser befindet sich die wahrscheinlich „Kleinste Brauerei Unterfrankens“ für die eine Führung vorab vereinbart werden muss.


Auf dem Bullenheimer Berg durchs Weinparadies
Am Ortsausgang, unterhalb der Weinlage „Seinsheimer Hohenbühl“, ist ein traumhaft schöner Landschaftssee. Leider ist der See kein Badesee. Doch zum Rasten, Entspannen und Träumen ist der See eine kleine idyllische Oase.
Vom Landschaftssee radelt ihr hinauf in die Weinberge bis zur Weinparadiesscheune, oberhalb des Weinorts Bullenheim. Das Ausflugslokal mit Sonnenterrasse und Biergarten ist immer sehr gut besucht und das liegt nicht nur an der fantastischen Aussicht ins Weinparadies, sondern auch an den leckeren Speisen und den hervorragenden Weinen.
Auf der Speisekarte findet ihr fränkische Spezialitäten, Brotzeiten für den kleinen Hunger und Kaffeespezialitäten mit einem wechselndem Angebot an Torten und Kuchen.
Fun Fact: In der Gemarkung des Winzerortes Bullenheim erstreckt sich die größte Rebfläche Mittelfrankens. Die Lage heißt „Bullenheimer Paradies“ und ist Namensgeber für das „Weinparadies Franken“.


Von der Weinparadiesscheune radelt ihr auf dem Bullenheimer Berg zwischen Wald und Weinbergen Richtung Reusch.
Bevor ihr auf der Verbindungsstraße hinunter nach Reusch radelt, könnt ihr noch einen Abstecher zum Schloß Frankenberg machen, um dort auf der geräumigen Außenterrasse des Amtshauses die Weine aus Schlossabfüllung, sowie klassische fränkische Gerichte und eine überwältigende Aussicht zu genießen.
Vom Weinort Reusch sind es nur 2 Kilometer nach Weigenheim. Hier habt ihr die Möglichkeit auf die Bocksbeutelroute an der Mittelfränkischen Bocksbeutelstraße zu wechseln.


Östliche Variante: Die Bocksbeutelroute an der Mittelfränkischen Bocksbeutelstraße
Die östliche Variante der Bocksbeutelroute führt auf 71 Kilometern durch die idyllischen Weinorte an der Mittelfränkischen Bocksbeutelstraße. Die Fahrrad-Route bietet eine abwechslungsreiche Kombination aus Wein, Kultur und Natur. Denn die idyllischen Winzerdörfer am Fuße der Weinberge laden nicht nur zum schöppeln ein, sondern enthüllen mit historischen Gebäuden, Burgruinen und Kirchen oft wahre Schmuckstücke.
Das Landschaftsbild an der Mittelfränkischen Bocksbeutelstraße ist geprägt von sanften Hügeln, Weinbergen, Feldern, Wiesen und Wäldern. Besonders Störche fühlen sich in den Talauen der kleinen Nebenflüsse wohl. In den feuchten, flachen Wiesen kann man sie vielerorts bei der Futtersuche beobachten.
Ein floristisches Kleinod sind die „Gipssteppen“ bei Markt Nordheim. In dieser für Mittelfranken einzigartigen Landschaftsform sind seltene Pflanzengesellschaften zu finden. Die Gipshügel könnt ihr dort auf dem Spazierweg „Sieben Buckel und Höllern“, einem Rundweg durch das Naturschutzgebiet, erkunden.
TIPP: Ein besonderes Schauspiel könnt ihr im Frühjahr beobachten, wenn das gelb leuchtende Adonisröschen und die zart lila Küchenschelle die ersten Farbtupfer des Jahres setzen.

Der schönste Streckenabschnitt
Der schönste Streckenabschnitt der Route führt von Ipsheim nach Bad Windsheim.
Vom Weinort Ipsheim mit seinen barocken Bauernhäusern lohnt ein Abstecher hinauf zur Burg Hoheneck. Die mittelalterliche Burg wird als Jugendbildungsstätte genutzt und kann leider nicht von innen besichtigt werden. Doch der Panoramablick von der Burg ins Obere Aischtal ist traumhaft schön.
Von der Burg folgt ihr einem Weinwanderweg zum terroir f Aussichtspunkt. Am „magischen Ort des Frankenweins“ genießt ihr vom futuristisch wirkenden Pavillon den faszinierenden Ausblick in die Ebene der Windsheimer Bucht – hier verschmilzt die Natur mit Landschaftsarchitektur, Kunst und Weinkultur.


Auf dem Weg zurück nach Ipsheim kommt ihr am Bewirtungshaus „Weinnest“ vorbei. Hier könnt ihr von Mai bis Oktober an Sonn- und Feiertagen zu einer leckeren Winzerbrotzeit einen Schoppen „Ipsheimer Burg Hoheneck“ mit Burgblick genießen.
Bevor ihr nach Bad Windheim radelt, solltet ihr in Ipsheim unbedingt bei einem der zahlreichen Winzer vorbeischauen und in einer der Weinstuben, Vinotheken und Winzerhöfen die typisch fränkischen Weine und regionale Spezialitäten probieren.
Ich habe mich für die Vinothek des Weingut Schürmer entschieden und durfte einen Chardonnay probieren, der gemeinsam mit Fußball-Legende Felix Magath kreiert wurde.


Zum Entspannen nach Bad Windsheim
Der Weg nach Bad Windsheim verläuft entlang der Aisch und führt, umgeben von grünen und fruchtbaren Feldern, durch die Orte Oberndorf und Lenkersheim.
In Bad Windsheim treffen sich Radler und Erholungssuchende am Kurpark. Mit seinem Gradierwerk, Kneippbecken und Kräutergarten ist er der größte denkmalgeschütze Kurpark Bayerns.
Direkt gegenüber vom Kurpark ist die Franken-Therme. Hier könnt ihr in einer abwechslungsreichen Garten- und Thermal-Badelandschaft entspannen und den Tag genießen.
Fun Fact: Die Heilquellen von Bad Windsheim, die sich zum Teil im Kurpark befinden, bieten Heil- und Mineralwasser sowie vollgesättigte Sole und Thermalsole.


Richtig lecker Essen könnt ihr im Restaurant „Salza“ in der Franken-Therme. Der Biergarten und der Restaurantbereich sind auch für Nicht-Badegäste nutzbar.
Auf der Speisekarte findet ihr neben fränkischen Klassikern und Burgern auch fleischlose Alternativen, sowie glutenfreie und vegane Leckereien. In der Küche wird ausschließlich mit frischen Produkten gearbeitet und es werden keine Convenience-Produkte verwendet. Damit ist das „Salza“ weit mehr als ein gewöhnliches Thermenrestaurant.
Von Bad Windsheim führt die Bochsbeutelroute durch das weitläufig von Weinbergen, Wiesen und Wäldern umgebene Weindorf Ergersheim nach Uffenheim. Hier habt ihr wieder die Möglichkeit, auf die Bocksbeutelroute im Weinparadies zu wechseln.
Oder ihr entscheidet euch etwas länger in Bad Windsheim zu bleiben, um noch ein wenig durch die hübschen Gässchen der historischen Altstadt mit seiner außergewöhnlichen Architektur und dem ältesten Fachwerkhaus Bayerns zu schlendern…



FAZIT:
Die Bocksbeutelrunde in Frankens Mehrregion ist so abwechslungsreich, dass ihr ganz individuell interessante Tagestouren oder auch mehrtägige Touren mit ausreichend Zeit für die fränkische Weinkultur, die vielen Sehenswürdigkeiten oder einfach nur Zeit zum Entspannen in der Franken-Therme planen könnt!
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In meinem Beitrag "Unterwegs im Weinparadies Franken" haben wir uns mit Hilfe der „Weinparadies-Wanderkarte“ eine individuelle Tour zusammengestellt, auf der wir unsere ausgewählten Highlights – das Naturschutzgebiet „Holzöd“, die Kunigundenkapelle, das Schloß Frankenberg und ein Besuch im Restaurant Weinparadiesscheune miteinander verbunden haben.
In einem Weinparadies darf natürlich auch eine TraumRunde für Wein- und Wanderbegeisterte nicht fehlen. Auf der TraumRunde Hüttenheim-Seinsheim nehme ich euch mit auf eine abwechslungsreiche Stecke über Wiesen, naturnahen Pfaden, in die Weinberge und in schattige Wälder und zeige euch traumhafte Ausblicke und Fernsichten an zahlreichen Aussichtspunkten, sowie kulturelle Highlights. Und regionale Genüsse gibt es natürlich auch!

