Die Extratour „Wald-Brand“ bei Wartmannsroth

Aussichtspunkt Binsrain

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Tourdaten:
Dauer: 3,0 Stunden
Länge: 11,7 Kilometer
Tourenart: Rundtour
Wegweisung: Rotes "W" auf weißem Grund

Vor einigen Jahren war ich Teilnehmer der „Musik-Kreativ-Tage“ an der Bayerischen Musikakademie in Hammelburg. An diesem erlebnisreichen Wochenende, habe ich nicht nur mit stilistisch offenen Musikern musiziert, sondern auch mit ihnen die historische Altstadt von Hammelburg erkundet und auf kleineren Ausflügen viele Sehenswürdigkeiten des Fränkischen Saaletals entdeckt. Außerdem habe ich auch zum ersten Mal etwas vom Brennerweg gehört und war sofort begeistert:

Bayerische Musikakademie in Hammelburg

Der Brennerweg besteht aus fünf verschiedenen Wanderrouten die durch sanft geschwungene Hügellandschaften mit atemberaubenden Fernblicken und langen Waldsaumpassagen im Wechsel mit Wald und Flur führen. Auf allen Rundwegen finden sich anschaulich gestaltete Info-Tafeln, die das Geheimnis des Destillierens, sowie die Verarbeitung der edlen Brände und Liköre erlebbar machen.

Die Wanderrouten des Brennerwegs, die so herrliche Namen wie „Whisky-Schleife“, „Korn-Brand-Tour“, „Wildfrüchte-Weg“, „Streuobst-Route“ und Extratour „Wald-Brand“ haben, befinden sich nur wenige Kilometer nördlich von Hammelburg in Wartmannsroth, Windheim oder Schwärzelbach. Und natürlich führen sie an den jeweiligen Brennereien vorbei, in denen das Destillieren von Obst und Getreide über Jahrhunderte hinweg Tradition ist und man die edlen Destillate dort auch verkosten und käuflich erwerben kann.

Wanderer Parkplatz Eichenrain

Jetzt geht’s los!

Ich habe mich für die Extratour „Wald-Brand“ entschieden und finde den Wanderparkplatz Eichenrain direkt an der Straße zwischen Wartmannsroth und Schwärzelbach. Hier startet die ca. 12 Kilometer lange Wandertour.

Vom Parkplatz laufe ich einen kleinen Anstieg zum Windheimer Wald hinauf. Hier ist der Ausgangspunkt des Rundwanderweges. Ich entscheide mich dafür, die Tour im Uhrzeigersinn zu laufen und halte mich am Waldrand links.

Nach kurzer Zeit erreiche ich die äußeren Ortslagen von Schwärzelbach. An einer Info-Tafel, neben den dort befindlichen Bienenstöcken, erfahre ich wie nützlich Bienen für die Brenner und natürlich für die Natur sind.

Rapsfelder bei Wartmannsroth

Von hier aus geht es an herrlich gelb leuchtenden Rapsfeldern vorbei zum Aussichtspunkt Binsrain. Auf dem Weg dorthin entdecke ich in den Feldern „Lerchenfenster“. Das sind nicht bepflanzte Aussparungen als freiwillige Naturschutzmaßnahme für die Feldlerche und andere gefährdete Wildtiere.

Am etwas abseits der ausgeschilderten Strecke liegenden Aussichtspunkt erwartet mich ein toller Ausblick auf die Schwarzen Berge, die Haßberge und das Schloss Saaleck, bei Hammelburg.

Aussichtspunkt Binsrain

Wieder zurück auf der perfekt ausgeschilderten Route, geht es auf Waldwegen hinab ins Klingelbachtal. Der Weg führt durch einen Buchenwald, der sich durch einen hohen Alt- und Totholzanteil auszeichnet und für zahlreiche Lebewesen eine Lebensgrundlage stellt.

Im Klingelbachtal laufe ich an Feldern und Wiesen vorbei bis zu einem idyllisch, an einem kleinen Bächlein, gelegenen Wanderer-Rastplatz. Hier mache ich eine kurze Vesper-Pause. Bevor ich weiterlaufe informiere ich mich an den aufgestellten Info-Tafeln über den Lebensraum Stein- und Reisighaufen, der sich direkt hinter dem Ruhebänkle befindet.

Klingelbachtal

Nach einem Anstieg, der auf einem schmalen Pfad zwischen Waldsaum und Felder verläuft, erreiche ich den Ortsrand von Windheim. Hier zweigt die Extratour rechts ab und wenige Minuten später habe ich den idyllisch angelegten Weidigsee erreicht. Dort mache ich eine Kaffeepause und genieße das Konzert der Frösche, Grillen und Vögel bis eine dunkle Wolke mich zum Weiterlaufen überredet.

Der Weg durch den Wald, führt vorbei an Heidelbeersträuchern und Wald-Sauerklee, in Richtung Wartmannsroth. Auch hier mache ich wieder an den gut verteilten Info-Tafeln halt, die mich über die Geheimnissen der Brennkunst, der Geschichte des Destillierens und der Weiterverarbeitung zu edlen Bränden und Likören informieren.

Weidingsee
Fun fact: Auf der gesamten Strecke befinden sich noch weitere Info-Tafeln mit Informationen zu historisch geprägten Wegen und Orten wie dem „Holländerweg“, dem „Platzer Pfad“ sowie dem „Totenweg“ und den beiden Hügelgräbern.

Wieder zurück am Ausgangspunkt mache ich noch ein paar Aufnahmen der traumhaft schönen Landschaft und überlege auf der Heimfahrt, welche der Touren auf dem Brennerweg wohl meine Nächste sein wird.

Landschaftsimpressionen von der Extratour „Wald-Brand“

Extratour „Wald-Brand“
Extratour „Wald-Brand“
Extratour „Wald-Brand“
Extratour „Wald-Brand“
Extratour „Wald-Brand“

Tipp:
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