Ein Jahr im Weinberg: April

weinberg im april

Obwohl es bereits überall zu grünen beginnt, ist in den Weinbergen noch nichts davon zu sehen. Die Rebstöcke beginnen erst gegen Ende des Monats mit dem Austrieb und tauchen die Weinberge dann wieder in ein sattes Grün.

Nachdem sich die Winzer von Januar bis März ihren Rebstöcken und natürlich den Jungweinen des vergangenen Jahrgangs gewidmet haben, konzentrieren sie sich im April auf die Struktur, die Begrünung und den Nährstoffgehalt des Weinbergsboden.

weinberg_bei_thüngersheim

Für die Auflockern und Bearbeiten des Bodens zwischen den Rebzeilen kommen verschiedenen Werkzeuge zum Einsatz. Fräsen, Kreiseleggen oder der Grubber sorgen dafür, dass der Boden aufgelockert wird und Wasser und Nährstoffe wieder von oben durchsickern können.

Durch das ausstreuen von Saatgut leisten die Winzer einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Die Pflanzen locken Nützlinge an, sorgen für einen gesunden Boden und wirken der Erosion an Hängen entgegen. Für Blütenreichtum sorgen Schwedenklee, Gemeine Schafgarbe, Wilde Malve, Wiesensalbei und viele mehr.

grubber

Um den Rebstöcken die Nährstoffe zu bieten, die sie für einen kräftigen und gleichmäßigen Wuchs sowie die Ausbildung der Trauben benötigen, müssen die Böden gedüngt werden.

Welche Düngemittel zum Einsatz kommen und in welcher Menge sie in den Boden eingearbeitet werden, sind Fragen, die sich jeder Winzer individuell beantworten muss. Hierzu wird die Beschaffenheit und die Zusammensetzung des Bodens geprüft. Das Ergebnis liefert dann wichtige Hinweise darauf, welche Nährstoffe im Laufe des Jahres fehlen könnten.

weinlage_thüngersheimer_ravensburg

Die Weinberge sind jetzt bestens vorbereitet und die Winzer können sich auf die Herausforderungen des kommenden Wonnemonats freuen. Vor allem aber heisst es jetzt Daumen drücken, dass wir bis zu den Eisheiligen keinen Nachtfrost mehr bekommen.