E-Bike Tour „Zwischen Himmel und Erde“ – Variante 2

zweiuferland

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Tourdaten:
Dauer: 1:46 Stunden - reine Fahrzeit
Länge: 24,8 Kilometer 
Tourenart: Rad-Rundtour 
Wegweisung: Blau-Weißes Symbol „Zwischen Himmel und Erde“ - Variante 2

Nördlich von Würzburg fließt der Main Richtung Karlstadt und vorbei an einer der wohl abwechslungsreichsten Landschaften im Landkreis Würzburg, dem ZweiUferLand.

Hier liegen an den Ufern des Mains weite Streuobstwiesen, lichte Wälder, steile Hänge, ein typisch fränkischer Trockenrasen und natürlich die Weinberge an denen international ausgezeichnete Frankenweine gedeihen.

Im vergangenen Jahr habe ich euch bei meinen Wandertouren den ca. 50 Kilometer langen ZweiUfer-Panoramaweg vorgestellt. Die Links zu den einzelnen Etappen findet ihr am Ende des Beitrags.

In diesem Jahr erkunde ich das ZweiUferLand mit dem E-Bike und stelle euch die beiden Varianten des Radwegs mit dem vielversprechenden Namen „Zwischen Himmel und Erde“ vor.

Für meine erste Radtour habe ich die Variante 2 gewählt, da diese noch nicht als Rundtour ausgewiesen ist. Ich habe die Tour um zwei Teilstücke des ZweiUfer-Panoramawegs erweitert, um den selben Start- und Zielort zu haben.

Von Thüngersheim nach Veitshöchheim

Das E-Bike für meine Radtour bekomme ich von Thomas Schwab aus Thüngersheim. Der prämierte Winzer und passionierte E-Biker hat für seine Übernachtungsgäste auf seinem Weingut ein besonderes Angebot: gegen eine kleine Gebühr kann man sich aus der hauseigenen Fahrradstation ein Fahrrad oder E-Bike leihen.

Von Thüngersheim geht es zunächst nach Veitshöchheim. Dafür nutze ich aber nicht den Radweg, der an der Bundesstraße B27 entlangführt, sondern den parallel dazu verlaufenden Weinbergsweg unterhalb der Thüngersheimer Weinberge.

Der Weg durch die Weinberge läßt mich die lebendige Natur spüren und vermittelt mir erste Eindrücke dieser herrlichen Kulturlandschaft. An den Rebstöcken haben sich bereits die Trauben entwickelt und die Rosenstöcke an den Rebzeilen blühen in voller Pracht. In den Weinbergen stehen gemütliche Winzerhütten und auf dem Scharlachberg ist der Aussichtspunkt terroir f mit dem „Vinomax“, einem Holzgebäude dessen Form an ein fossiles Schneckengehäuse erinnert, gut zu erkennen.

In Veitshöchheim endet der Radweg und ich fahre nach dem Ortseingang hinunter an den Main zur Mainlände. Dort überquere ich den Fluß auf dem Ludwig-Volk-Steg, der aktuell noch Veitshöchheim mit Margetshöchheim verbindet.

Von Margetshöchheim nach Erlabrunn

Vom Steg habe ich flussabwärts einen herrlichen Blick auf den Mainuferbereich mit den alten Pappeln, der Pfarrkirche St. Johannes und den alten Höfen und Fachwerkhäusern.

Flussaufwärts ankern kleinere und größere Segelboote. Am Hafen, an dem die neue Brücke über den Main gebaut wird, befindet sich Theos Restaurant. Auf der bestuhlten Terrasse, mit Blick auf den Main, kann man Griechische Spezialitäten mit mediterranem Flair genießen.

Ich radle am Mainufer entlang, Richtung Erlabrunn. Zwischen den Pappeln laden gemütliche Wellenbänke zum Verweilen ein und ein Hinweisschild zeigt an, das sich nach 100 Metern im Ort eine öffentliche WC-Anlage mit einer E-Bike Ladestation befindet.

Am Ortsende komme ich an einem Beach-Volleyball Feld vorbei, das sich an einem der 53 neuen „Lieblingsplätze im Landkreis Würzburg“ befindet. Direkt dahinter steht eine riesige XXL-Sitzbank.

Doch mich zieht es an den Erlabrunner Badesee, der nur „ein paar mal in die Pedale treten“ von Margetshöchheim entfernt ist.

Der Badesee, der eigentlich aus zwei Seen besteht, ist ein Paradies für Kinder und Familien. Neben einer Seilbahn, die zu einer kleinen Insel führt, gibt es einen Grillbereich, ein Beach-Volleyball-Feld und einen Kiosk. Wer es etwas ruhiger möchte, der sucht sich einen Platz am kleineren See. Dort sind weniger Familien.

Vom See radle ich weiter Richtung Zellingen und komme an den Erlabrunner Schrebergärten und dem „Ewigen Garten“ vorbei.

Fun Fact:
Die Grünanlage des „Ewigen Garten“ wird vom örtlichen Obst- und Gartenbauverein gepflegt und besteht aus regionalen Pflanzen die auf den mainfränkischen Muschelkalkböden gedeihen. Der Garten wird naturnah gehalten, so dass die Pflanzen wild wuchern können. 

Von Erlabrunn nach Zellingen

Gleich nach den Schrebergärten biege ich nach links ab und verlasse den Radweg um mir das Wein- und Clematisdorf Erlabrunn anzuschauen.

Auf dem Weg durch den Altort komme ich an hübschen Fachwerkhäusern vorbei und entdecke entlang der Straße immer wieder Clematis Pflanzen die an Zäunen, Mauern und kleinen Beeten blühen.

Nach dem Bürgerhof, an dem sich auch eine E-Bike Ladestation befindet, biege ich nach rechts zum Meisnerhof ab, um dort wieder auf den Radweg zu gelangen. In dem Hotel mit Restaurant und einem großen Biergarten gibt es fränkische und saisonale Gerichte und dazu eine große Auswahl an regionalen Weinen.

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Von Erlabrunn nach Zellingen ist der Radweg auf der linken Seite von Feldern und Streuobstwiesen gesäumt. Auf der rechten Seite habe ich einen herrlichen Blick über den Main auf die aufstrebenden Muschelkalkfelsen des Retzbacher Benediktusberges.

Zellingen ist ein echter Geheimtipp für Urlauber die Wert auf nachhaltigen Urlaub legen. Während ich am Main entlang durch den Ort radle sehe ich am Schwimmbad bereits die ersten Wohnmobile stehen. Direkt hinter dem Schwimmbad befindet sich das Main Camp Resort mit über 80 Stellplätzen und drei romantischen Schlaffässern.

Ein Stückchen weiter, direkt vor dem Biergarten „Ankergarten“, lädt das Mainufer zum Angeln ein und ich sehe einige Kajaks und SUP-Boards im Wasser.

Bevor ich meine Radtour auf dem Radweg „Zwischen Himmel und Erde“ fortsetze, biege ich am Biergarten nach links in den Ort ab und fahre durch den Zellinger Torturm Richtung Sportplatz. Denn dort ganz in der Nähe befindet sich am Biohof Preising ein Hofladen den ich gerne besuchen möchte.

Am Biohof treffe ich Jasmin Preising, die den Hof mit ihrem Mann Johannes im Nebenerwerb bewirtschaftet. Ich setze mich zu ihr an den kleinen Tisch vor dem Selbstbedienungshüttchen und Jasmin erzählt mir von ihrer Ausbildung zur Erlebnisbäuerin und von der Philosophie mit der sie und ihr Mann den Hof betreiben. Ich spüre ganz viel Begeisterung wenn sie von ihren Kräutern, dem biologischen Ackerbau, den glücklichen Legehennen und dem Anbau von Sonderkulturen wie Amaranth oder auch Wassermelonen spricht!

Wassermelonen? Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Als ich mich, ein Zitroneneis später, von Jasmin verabschiede, freue ich mich über ihre Einladung, nochmal wiederzukommen um die Erlebniswelt Biohof einmal richtig kennenzulernen.

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Von Zellingen nach Retzstadt

Wieder zurück am Mainufer fahre ich über die Fußgängerbrücke nach Retzbach und blicke dabei auf die von Balthasar Neumann erbaute St. Laurentiuskirche und die spektakulär gelegene Benediktushöhe.

Ich folge der Streckenbeschilderung, am Hotel-Gasthof Vogelsang vorbei, zur Wallfahrtskirche „Maria im Grünen Tal“. Dort befindet sich neben einem großen Heilkräutergarten und einem Rasenlabyrinth auch ein erfrischendes Kneipp-Becken.

Ich kann der Versuchung einfach nicht widerstehen und drehe ein paar erfrischende Runden im kühlen Nass.

Der Weg nach Retzstadt führt durch das Retzbachtal, das von sonnenbeschienenen Weinbergen und einem dicht bewachsenen und grünblättrigen Wald gesäumt ist.

Ich verlasse Retzbach und radle, vorbei an Schrebergärten und vier smaragdgrün schimmernden Fischteichen, durch ein reichhaltiges Biotop mit einer großen Vielzahl an seltenen Pflanzenarten wie das Johanniskraut, der Wegerich und die Wegwarte.

Kurz vor Retzstadt entdecke ich eine weitere Kneipp-Möglichkeit. An der Retz, dem kleinen Bach der sich durch das Retzbachtal schlängelt, befindet sich an einer schattig unter Bäumen gelegenen Sitzgruppe eine Einstiegsmöglichkeit, um ein Stück durchs Wasser zu gehen.

In Retzstadt führt mein Weg durch ein idyllisches Gässchen am Rathaus, dem Ratskeller und der Pfarrkirche St. Andreas vorbei zum Retschter Lädchen.

An der „Heißen Theke“ treffe ich Peter Feldbauer, einen der ehrenamtlichen Geschäftsführer und Marktleiter im Retscher Lädchen. Weil mich das Konzept und die Idee hinter dem Dorfladen interessiert, ist er so freundlich mir beim Essen Gesellschaft zu leisten. Während ich mir im bestuhlten Außenbereich einen mega leckeren Leberkäse mit Kartoffelsalat schmecken lasse, beantwortet er mir alle meine Fragen zum Dorfladen und erzählt mir von seinen Visionen. Ich bin mega beeindruckt und wünsche ihm und dem Retscher Lädchen weiterhin eine super positive Entwicklung!

Fun Fact:
Das Retschter Lädchen ist ein Projekt, an dem sich bisher über 220 Bürgerinnen und Bürger als stille Gesellschafter beteiligt haben und somit einen Ort der Begegnung auf 160m² Verkaufsfläche geschaffen haben. Neben einem Grundsortiment aus Supermarkt-Ware, Fair Trade Artikeln und hochwertigen Bio-Produkten, gibt es hier auch eine Vielzahl an Produkten aus der Region zu kaufen. 
Und da „nur einkaufen“ allen Beteiligten zu wenig war, gibt es im Retschter Lädchen auch einen Cafe-Bereich in dem man sich zum Frühstücken treffen, ein warmes Gericht aus der „heißen Theke“ verzehren, oder Kaffee und Kuchen genießen kann. 

Über die Breitfeldhöhe zurück nach Thüngersheim

Frisch gestärkt radle ich mit meinem E-Bike zum Sportplatz. Dort folge ich der Ausschilderung des ZweiUfer-Panoramawegs, der steil den Berg hinauf zur Breitfeldhöhe führt.

Der Weg verläuft entlang der Retzstadter Weinbergen und ich muss schon bald den Turbo-Modus zuschalten. So erreiche ich mühelos das Bergplateau. Auf einem geschotterten Feldweg, der durch die Getreidefelder führt, radle ich über die Breitfeldhöhe und genieße dabei die fantastische Fernsicht ins Fränkische Maintal.

Ich erreiche die Weinberge oberhalb von Thüngersheim und mache an einem idyllisch gelegenen Rastplatz noch einmal eine kurze Trinkpause, bevor ich zwischen den Weinbergen hinunter nach Thüngersheim und zurück zum Weingut Schwab fahre.

Alle Direktvermarkter und Hofläden auf der Radtour

Tante Erla in Erlabrunn  
Dorfladen mit Cafe 
Einkaufen, Kaffee trinken, kleine Leckereien sowie Gutes und Schönes aus der Region

Obstbrennerei Ködel in Erlabrunn 
Prämierte Destillate, Säfte und Honig aus eigener Imkerei 

Biohof Preising in Zellingen 

Retschter Lädchen in Retzstadt 
biohof preising

Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten auf der Radtour

Weingut Schwab in Thüngersheim
Übernachtung mit Frühstück in einem familiengeführten Qualitätsweingut mit Vinothek

Hotel und Restaurant Meisnerhof in Erlabrunn
Ein familiengeführtes Hotel und in einem restaurierten Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert mit Biergarten und ausgezeichneter regionaler Küche.

Landgasthof Hotel Löwen in Erlabrunn
Die Löwen-Küche wurde vom Guide MICHELIN prämiert

Weingut Blass in Erlabrunn
Stilvoll eingerichtete Gästeunterkünfte

Weingut Hausknecht in Erlabrunn
Fremdenzimmer und Winzerschänke

Main Camp Resort in Zellingen
-> über 80 Stellplätze und drei romantische Schlaffässer für Camper und Wohnmobilisten

Hotel & Gasthof Vogelsang in Retzbach
Fränkische Spezialitäten und Internationale Küche, Catering und Biergarten

Iff`s Ferienhof in Retzstadt
Ein liebevoll eingerichtetes Ferienhaus „Apfelbaum“ und Appartment „Birnbaum“
Außerdem: Apfelsaft von eigenen Streuobstwiesen – Schnaps und Likör aus der Hofbrennerei – Eier aus dem Hühnermobil

meisnerhof

Der besondere Tipp

Erlebniskarte für Übernachtungsgäste im ZweiUferLand

Mit der Erlebniskarte erhalten Übernachtungsgäste zahlreiche Angebote bei den Betrieben im ZWEIUFERLAND. 

Download Flyer Gästekarte 
weingut_schwab

Hier findest du alle Etappen des ZweiUfer-Panoramawegs

Der ZweiUfer-Panoramaweg – Etappe 1: von Erlabrunn nach Zellingen

Der ZweiUfer-Panoramaweg – Etappe 2: von Veitshöchheim nach Zell am Main

Der ZweiUfer-Panoramaweg – Etappe 3: von Zell am Main nach Erlabrunn

Der ZweiUfer-Panoramaweg – Etappe 4: von Retzbach nach Retzstadt

Der ZweiUfer-Panoramaweg – Etappe 5: von Retzbach nach Thüngersheim

Der ZweiUfer-Panoramaweg – Etappe 6: von Thüngersheim nach Veitshöchheim